Krankenversicherung für Einwanderer Schweiz

Die Krankenversicherung, auch Grundversicherung genannt, ist für alle in der Schweiz lebenden Personen verpflichtend. Die Versicherung muss für Zuwanderer in einem gewissen Zeitraum nach der Anmeldung nachgewiesen werden - schieben Sie die Wahl einer passenden Versicherung daher nicht zu lange auf. Auf dieser Seite bieten wir Ihnen einen vollumfassenden Einblick in das Krankenvesicherungs-System der Schweiz sowie eine kostenlose, auf Sie zugeschnittene, persönliche Beratung an.

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Möglichst sofort erledigen: Die Krankenversicherung

Die Entscheidung, in die Schweiz einzuwandern ist mit großen Veränderungen verbunden. Im Zügel- und Papierkram-Stress darf der Abschluss einer Krankenversicherung nicht vergessen gehen. Sie haben nach dem Wohnortwechsel 3 Monate Zeit, sich einer der knapp 55 Krankenversicherung in der Schweiz anzuschließen. Dies gilt sowohl für Sie wie auch für Ihre Familienmitglieder inklusive der Kinder. Dabei ist nicht relevant, ob Ihre Familie selbst erwerbstätig ist oder von einer Rente bzw. Arbeitslosenentschädigung lebt. Sobald Sie Ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegen, haben Sie keine andere Option als eine Versicherung in der Schweiz abzuschließen – es gilt das Wohnortsprinzip. Ausnahmen gelten bei in einem EU- oder EFTA-Staat Erwerbstätigen oder bei Mitgliedern diplomatischer oder konsularischer Missionen sowie bei Angestellten internationaler Organisationen.

Das Krankenversicherungs-System in der Schweiz ist ein anderes als in Deutschland. Während die obligatorische Grundversicherung bei allen Anbietern die exakt identischen Leistungen beinhaltet, stehen bei einem Teil dieser Versicherungen diverse freiwillige Zusatzversicherungen zur Auswahl, die unterschiedliche Leistungen im Angebot haben. Je nach Bedürfnis und Budget können Sie sich aus dem Zusatzleistungs-Katalog Ihre Bausteine aussuchen und so Ihr Versicherungspaket schnüren. Sie können dabei die Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Anbietern abschließen.


Grundversicherung vs. Zusatzversicherung:
Worin liegen die Unterschiede?

Grundversicherung Zusatzversicherung
Pflicht wenn in der Schweiz wohnhaft Freiwillig
Leistungsumfang gesetzlich vorgegeben Angebot an Leistungen bestimmt Anbieter selbst
Jährliche Festlegung der Prämien, Genehmigung durch Bundesamt für Gesundheit (BAG) Jährliche Festlegung der Prämien, Genehmigung durch Finanzmarktaufsicht
Pflicht, jeden aufzunehmen / Gesundheitsprüfung nicht zulässig Ablehnung möglich / Gesundheitsprüfung und Vorbehalte zulässig
ca. 55 Anbieter auf dem Schweizer Markt ca. 23 Anbieter auf dem Schweizer Markt
Grundlage sind das Krankenversicherungsgesetz (KVG) und das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG) Grundlage sind das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) und das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
Kündigung per Ende Juni oder Ende Dezember möglich, je nach Franchise (gemäß KVG) Anbieter kann Kündigungsfristen selbst festlegen
Nicht gewinnorientiert Gewinne ohne Einschränkungen erlaubt

Bei der Schweizer Grundversicherung kräftig sparen

Die Grundversicherung in der Schweiz ist ein komplexes Konstrukt. Erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Tricks viel Geld sparen können.

Es liegt an Ihnen, Ihren Bedarf an gesundheitlicher Versorgung zu ermitteln. Rückblickend auf die letzten Jahre wissen Sie ungefähr, was Sie benötigen und welche Kosten die in Anspruch genommenen Leistungen verursacht haben. Die jährlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen können z.B. einen erheblichen Kostenfaktor darstellen. Eine Versicherung ist aber vor allem dazu da, Unerwartetes abzudecken. Und unerwartet kommt leider oft. Umso ärgerlicher ist es, wenn Sie dann mit Kosten konfrontiert werden, die Sie nicht tragen können. Seien Sie bei Ihren Überlegungen realistisch und – auch wenn Sie eine günstige Versicherungsvariante bevorzugen – bedenken Sie, dass es um Ihre Gesundheit geht und es zu erheblichen finanziellen Problemen führen kann, wenn Sie zu viel sparen möchten und so zu hohe Risiken eingehen.

Finden Sie die für Sie passende Versicherungsvariante. Mit den folgenden Tipps sparen Sie in der Grundversicherung.

Unsere Empfehlung

  • Wir empfehlen Ihnen, sich entweder für die tiefste oder die höchste Franchise zu entscheiden. Die Ersparnisse bei der Wahl einer "Zwischen-Franchise" unterscheiden sich nur unwesentlich.
  • Wenn Sie wissen, dass im Folgejahr ärztliche Behandlungen anstehen (Operation, Therapie etc.), reduzieren Sie Ihre Franchise per Ende des laufenden Jahres. Dazu reicht ein eingeschriebener Brief, der bis spätestens 30. November Ihre Krankenversicherung erreichen muss. Sie können die Franchise am Ende des Folgejahres wieder erhöhen, wenn Sie das möchten.
  • Entscheiden Sie sich für die höchste Franchise und zahlen Sie die Differenz zur 300-Franchise-Prämie monatlich auf ein Konto ein. Im Falle von erwartet teuren Leistungen haben Sie das nötige Geld zur Verfügung. Sollte das Geld übrig bleiben, finden Sie dafür sicher eine andere Verwendung oder sparen es für das Folgejahr.

Unsere Spar-Tipps

1. Sparmodell wählen

Die Grundversicherung bietet verschiedene alternative Versicherungsmodelle an:

  • HMO-Modell (Health Maintenance Organization / Gesundheitserhaltungsorganisation)
    Keine freie Arztwahl / Gruppenpraxis mit Haus- und Spezialärzten, die Sie – unabhängig von Ihren Beschwerden – aufsuchen. Ersparnis: bis zu 25 %
  • Hausarzt-Modell
    Keine freie Arztwahl / Sie können aus einem Hausarzt-Netzwerk einen Hausarzt auswählen, der bei Beschwerden immer Ihre erste Anlaufstelle ist. Dieser kann Sie – falls notwendig – an einen Spezialisten verweisen. Ersparnis: ca. 15 bis 20 %
  • Telmed-Modell
    Anruf bei einer telefonischen Beratungsstelle vor dem Arztbesuch. Manche Anbieter entscheiden, ob ein Arztbesuch notwendig ist und bestimmen den Arzt. Ersparnis: ca. 15 bis 20 %

Bitte beachten Sie:

  • Bei Notfällen müssen Sie sich nicht an diese Regelung halten und können direkt ins Krankenhaus fahren.
  • Klären Sie, ob Ihre gewünschte Versicherung eines dieser Modelle anbietet, denn nicht alle Versicherungen haben diese im Programm.

2. Prüfung eines jährlichen Wechsels der Grundversicherung

Sie haben die Möglichkeit, jedes Jahr die Grundversicherung zu wechseln. Ende September werden jeweils die neuen Prämien bekanntgegeben. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat können Sie Ihre Grundversicherung auf Ende Dezember auflösen. Sollten Sie sich für eine Franchise von 300 Franken entschieden haben (siehe Punkt 3), können Sie sogar per Ende Juni kündigen. Die Kündigung muss dann allerdings die Krankenversicherung bereits Ende März erreichen. Sie können die Krankenkassen bedenkenlos wechseln, denn jede andere Grundversicherung ist verpflichtet, Sie aufzunehmen. Machen Sie jedes Jahr den Prämienvergleich und wechseln Sie zur günstigsten Grundversicherung der Schweiz. Dies ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, kann sich aber lohnen.

3. Wählen Sie eine höhere Franchise

Beteiligen Sie sich bis zu einer bestimmten Summe an den Arztkosten und sparen Sie kräftig bei der Prämie. Je höher die Franchise, umso günstiger die Prämie. Die Krankenkassen bieten die folgenden Franchisen an:

Kinder (bis 18 Jahre)

  • CHF 0 / 100 / 200 / 300 / 400 / 500 / 600

Erwachsene (ab 19 Jahren)

  • CHF 300 / 500 / 1'000 / 1'500 / 2'000 / 2’500

Bitte beachten Sie:

Bevor Sie sich für eine höhere Franchise entscheiden, sollten Sie sich der finanziellen Risiken z.B. im Fall einer schweren Krankheit bewusst sein.

4. Krankenversicherung ohne Unfalldeckung abschließen

Wenn Sie mindestens 8 Stunden pro Woche bei einem einzelnen Arbeitgeber angestellt sind, sind Sie automatisch gegen Unfall versichert und können bedenkenlos die Unfalldeckung aus Ihrer Krankenversicherung ausschließen. Dies kann zu einem Rabatt von bis zu 10% führen.

5. Prämie jährlich bezahlen

Je nach Krankenversicherung haben Sie die Möglichkeit, die Prämie statt monatlich, jährlich zu bezahlen und so von einem Rabatt zu profitieren.

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1. Persönliches

2. Rückfragen zur Berechnung

Bitte geben Sie Ihre vollständige Telefonnummer inkl. Länderkennung, Vorwahl und Rufnummer an. Bitte beachten Sie, dass ohne korrekte Rückrufnummer Ihre Anfrage nicht bearbeitet werden kann.

  • Geben Sie bitte Ihre Kontaktdaten sowie ergänzende Angaben in das Kontaktformular ein und senden Sie das Formular ab. Sie erhalten umgehend eine Bestätigung per Email.
  • Unser Experte zum Thema Krankenkasse wird sich innerhalb weniger Stunden mit Ihnen in Verbindung setzen um Ihren persönlichen Bedarf anhand weniger kurzer Fragen zu ermitteln.
  • Sie erhalten noch während des Gespräches einen ersten Kostenüberblick zu den verschiedenen Krankenkassen. Wichtige Fragen können Sie in diesem Zuge ebenfalls klären. Die Beratung ist kostenlos und absolut unverbindlich!

Häufige Fragen zur Grundversicherung

Sollten Sie sich in Sachen Grundversicherung einige Fragen stellen,
finden Sie hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Nein, jede Krankenversicherung ist verpflichtet, Sie aufzunehmen, unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand.

Im Ausland zahlt die obligatorische Grundversicherung maximal den doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte. Innerhalb von Europa reicht diese Deckung für gewöhnlich aus. In gewissen Überseegebieten, insbesondere in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz unbedingt vorzusehen.

Die Grundversicherung können Sie jeweils jährlich bis Ende November kündigen. Das Schreiben muss per Einschreiben erfolgen und spätestens am 30. November beim Versicherer eintreffen.

Bei einer Franchise von 300 Franken haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, bis Ende März Ihre Kündigung einzureichen und so per Ende Juni zu kündigen.

Sobald Ihre jährlichen Gesundheitskosten über 2'000 Franken liegen, lohnt sich die 300-Franken-Franchise. Liegen die Kosten tiefer, ist die Franchise von 2'500 Franken die bessere Wahl. Beachten Sie aber, dass unerwartete Gesundheitskosten auf Sie zukommen können.

Einige Versicherer legen den Fokus auf günstige Prämien, was zu Einsparungen an anderen Orten führt. Aus diesem Grund können teurere Kassen zum Teil eine breitere Palette an Zusatzversicherungen bieten, haben mehr Filialen, sind besser erreichbar oder sind einfach speditiver bei Rückzahlungen an die Kunden. Nicht nur die Höhe der Prämie sollte bei der Wahl der Krankenversicherung im Vordergrund stehen.

Egal für welches Modell Sie sich entscheiden – die Leistungen bleiben die gleichen. Lediglich die Anlaufstelle ändert sich:

 

  • Beim Standardmodell können Sie jeden beliebigen Arzt (Spitalärzte ausgenommen) aufsuchen.
  • Beim Hausarztmodell haben Sie keine freie Arztwahl, sondern müssen sich an den bei Versicherungsbeginn ausgewählten Hausarzt wenden.
  • Beim Telmed-Modell müssen Sie sich erst telefonisch bei einer Beratungsstelle melden. Ärzte oder Pflegepersonal entscheiden dann aufgrund Ihrer Schilderungen, ob sie einen Arztbesuch für nötig erachten. Die Entscheidung, ob Sie einen Arzt aufsuchen möchten, liegt dann aber bei den meisten Krankenkassen bei Ihnen. Bei den günstigsten Telmed-Modellen kann die Arztwahl eingeschränkt sein.

Das Telmed-Modell kann sich für gesunde Versicherte lohnen. Beliebt sind aber vor allem das Standard- sowie das Hausarztmodell.

Sie müssen die Prämien in Ihrer Steuererklärung deklarieren. Sie werden dann automatisch dem Pauschalabzug für Versicherungsprämien angerechnet. 

Nach der Geburt Ihres Kindes haben Sie 3 Monate Zeit, um es grundversichern zu lassen, damit die Versicherung rückwirkend Gültigkeit hat und allfällige Kosten übernimmt. Jeder Anbieter hat die Pflicht, ein Baby ohne Vorbehalte aufzunehmen. Bei Kindern empfiehlt sich eine Zahnzusatzversicherung.

Personen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen haben Anrecht auf Prämienverbilligung. Diese wird kantonal unterschiedlich gehandhabt. Die Ausgleichskasse Ihrer Wohngemeinde kann Ihnen bei diesem Thema weiterhelfen.


Grundversicherung Schweiz

Das Schweizer Krankenversicherungssystem steht für ein System, in dem jeder Bürger grundsätzlich der Versicherungspflicht unterliegt. Die Grundversicherung ist bis auf wenige Ausnahmen für jede in der Schweiz wohnhafte Person Pflicht und im Krankenversicherungsgesetz geregelt. Darin sind alle Leistungen im Detail aufgeführt, die jeder Versicherer jedem Bürger bieten muss. Die Leistungen sind bei allen Versicherern identisch. Grundsätzlich müssen die Leistungen der Zweckmäßigkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Wirksamkeit unterliegen.

 

Leistungen der Grundversicherung

Der Leistungskatalog der Anbieter ist gemäß Krankenversicherungsgesetz geregelt
und sieht die Übernahme folgender Leistungen vor:

Arztkosten

Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für Arztbehandlungen.
Sollte eine bestimmte Behandlung nicht durch die Kasse bezahlt werden, so hat der behandelnde Arzt die Pflicht, den Patient darüber aufzuklären.

Arzneimittel

Alle Medikamente, die auf der sogenannten Spezialitätenliste zu finden sind, werden von der Grundversicherung übernommen, sofern sie von einem Arzt verschrieben wurden. Sollte ein verschriebenes Medikament nicht auf der Liste sein, hat der behandelnde Arzt die Pflicht, den Patienten darüber zu informieren.

Brillen und Kontaktlinsen

Bis zum 18. Lebensjahr beteiligt sich die Krankenversicherung mit jährlich CHF 180 an den Kosten. Voraussetzung dafür ist ein entsprechendes durch den Arzt ausgestelltes Rezept. Für Erwachsene sieht die Grundversicherung keine finanzielle Unterstützung vor. Bei Patienten, die aufgrund von Erkrankungen Probleme mit den Augen bekommen, gibt es Ausnahmeregelungen.

Impfungen

Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für Impfungen, die dem schweizerischen Impfplan entsprechen. Reiseimpfungen werden nicht übernommen. Ausgeschlossen ist auch die Grippeimpfung, sofern der Patient nicht zur Risikogruppe gehört.

Spitalaufenthalt

Sofern das Spital auf der Spitalliste des Wohnkantons steht, werden die Leistungen der allgemeinen Abteilung durch den Versicherer übernommen. Dies gilt auch für Spezial- und Notfallbehandlungen. Der Patient muss sich aber an den Kosten beteiligen. Die Franchise und der Selbstbehalt werden, wenn nötig, ausgeschöpft. Dazu kommt ein Tagesbeitrag von 15 Franken.

Pflege

Im Falle einer Operation oder einer Krankheit werden die Pflegekosten teilweise durch die Krankenversicherung übernommen. Der größte Teil der Kosten muss der Versicherte aber in den meisten Fällen selbst übernehmen.

Gynäkologie

Die Grundversicherung übernimmt lediglich alle 3 Jahre die Kosten für die Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt. Bei auffälligen Befunden sind Untersuchungen in kürzeren Abständen möglich, die dann durch die Krankenversicherung übernommen werden.

Psychotherapie

Die Grundversicherung übernimmt max. 40 Therapiesitzungen bei einem fachkundigen Arzt.

Transport & Rettung

Im Falle eines medizinischen Notfalls (Herzinfarkt, Bergunfall o.ä.) übernimmt die Grundversicherung bis zu 5'000 Franken an den Transportkosten. Für Transporte, die nicht mit Lebensgefahr in Verbindung stehen, übernimmt die Kasse 50%, jedoch maximal 500 Franken der Kosten.

Komplementärmedizin

Sofern der behandelnde Arzt einen bezeichnenden Titel oder eine entsprechende Weiterbildung aufweisen kann, übernimmt der Versicherer die Kosten für Akupunktur, Homöopathie, traditionelle chinesische Medizin sowie für anthroposophische Medizin.

Ambulante Pflege / Spitex

Mit einer entsprechenden ärztlichen Verordnung sowie der Bewilligung der jeweiligen Krankenkasse stehen einem Patienten 60 Spitex-Stunden zu.


Modelle der Grundversicherung

Neben dem Standardmodell, das Ihnen die freie Arztwahl gewährt, gibt es in der Schweiz weitere Modelle, die zwar Einschränkungen beinhalten, aber viel Sparpotenzial bieten.

HMO-Modell

Bei diesem Modell handelt es sich um eine Organisation von Ärzten, die sich eine Gruppenpraxis (HMO = Health Maintenance Organization) teilen. Im HMO-Zentrum sind neben Allgemeinmedizinern auch Fachärzte sowie Therapeuten zu finden. Bei Vertragsabschluss suchen Sie sich einen Arzt aus, der für Sie dann immer erste Anlaufstelle ist – unabhängig von Ihren Beschwerden. Dieser kann Sie dann bei Bedarf an einen Spezialisten verweisen.

Hausarztmodell

Als Versicherter können Sie aus einem Hausarztnetzwerk einen Arzt wählen, der bei Beschwerden immer erste Anlaufstelle für Sie ist. Sie verzichten auf die freie Arztwahl. Diesen Arzt konsultieren Sie für alle medizinischen Belange. Er entscheidet dann, ob er die Behandlung selbst durchführt oder Sie an einen anderen Spezialarzt verweist.

Telmed-Modell

Bei diesem Modell müssen Sie sich vor dem ersten Arztbesuch immer zuerst bei einer telefonischen Beratungsstelle melden. Medizinische Fachpersonen erteilen Auskünfte, geben Verhaltensempfehlungen ab oder verweisen Sie an einen Arzt, ein Spital oder einen Therapeuten.

Fazit:

Bei der Wahl eines Alternativmodells können Sie zwischen 15 und 25 % an Prämie sparen. Je nachdem, was Ihnen wichtig ist bzw. worauf Sie verzichten können, kann ein Alternativmodell für Sie interessant sein.


Zusätzliche Kosten:
Franchise, Selbstbehalt und Spitalbeitrag

Es ist nicht einfach, den Durchblick zu behalten – die Grundversicherung bringt nicht nur eine monatliche Prämie mit sich, jeder Versicherte muss sich auch direkt an den Behandlungskosten beteiligen. Dazu dienen die Franchise und die Selbstbeteiligung.

Franchise

Mit der Franchise beteiligt sich ein Patient mit einem festgelegten Betrag an den Kosten für seine Behandlungen oder verschriebenen Arzneimittel. Bei Erwachsenen beträgt die Mindestfranchise 300 Franken, bei Kindern kann der Kostenbeitrag auf Wunsch 0 Franken betragen. Folgende Franchisestufen gibt es in der Schweiz, werden aber nicht von allen Versicherungen angeboten:

Selbstbehalt

Sobald die gewählte Franchise für das laufende Jahr ausgeschöpft ist, kommt der Selbstbehalt zum Tragen. Der Patient muss 10 % der Behandlungs- oder Arzneimittel-Kosten selbst bezahlen. Eine Obergrenze stellt sicher, dass diese Kosten nicht ins Unermessliche gehen: Erwachsene müssen sich mit höchstens 700 Franken und Kinder maximal 350 Franken an den Kosten beteiligen. Der Selbstbehalt beträgt immer 10 % und ist nicht von der Franchise abhängig.

Spitalbeitrag

Während eines stationären Spitalaufenthalts sind Versicherte gemäß Krankenversicherungsgesetz verpflichtet, einen Spitalbeitrag von 15 Franken pro Tag zu leisten. Damit beteiligt sich der Patient an den Kosten für die Verpflegung und die Unterkunft. Kinder und Erwachsene unter 26, die sich noch in Ausbildung befinden, sind von dieser Pflicht befreit. So auch Schwangere von der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt.


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