Deutschen Bürgern mit Wohnsitz in der Nähe der Schweizer Grenze, stellt sich die Frage nach dem optimalen Arbeitsumfeld. Der Verdienst in der Schweiz fällt im Vergleich zum deutschen Niveau höher aus. Das führt zu der Entscheidung, ob Sie weiterhin in Deutschland tätig bleiben oder sich im Nachbarland einen Arbeitsplatz suchen. Wohnen Sie in der Nähe des Grenzübergangs, besteht die Möglichkeit, täglich als Grenzgänger in die Schweiz zu pendeln. Bei einer zu langen Fahrzeit liegt es nahe, dass Sie dauerhaft als Aufenthalter in die Schweiz ziehen. Nachfolgend erhalten Sie weitere Informationen zu den Vor- und Nachteilen der beiden genannten Varianten.

Hoher Verdienst in der Schweiz

Erhalten Sie ein verlockendes Angebot von einem Schweizer Unternehmen, sprechen Gründe dafür, den bisherigen Arbeitsplatz in Deutschland aufzugeben. Aufgrund der höheren Gehälter gilt die Schweiz grundsätzlich als attraktives Arbeitsland. Außerdem warten bei einer Tätigkeit in der Alpenrepublik nach dem Berufsleben höhere Renten. Entscheiden Sie sich für die Arbeit in der Schweiz, stellt sich nach vorheriger Nettolohnberechnung die Frage, ob Sie täglich über die Grenze pendeln oder Ihren Wohnsitz dauerhaft in das Nachbarland verlegen. Das hängt wesentlich von der Entfernung des neuen Arbeitsplatzes zur deutschen Grenze ab.

Arbeiten in der Schweiz - Aufenthalter oder Grenzgänger?

Als Grenzgänger in die Schweiz profitieren Sie vom hohen Gehaltsniveau des Nachbarlandes und den Vorteilen eines deutschen Wohnsitzes. Dazu zählen die günstigeren Kosten für den Lebensunterhalt, ein niedrigerer Mietspiegel und die größere Anzahl an Kindergartenplätzen. Zudem verspricht Ihnen die Bundesrepublik Deutschland ein höheres Kindergeld.

Verlagern Sie Ihren Lebensmittelpunkt als Aufenthalter in die Schweiz, kommen Sie in den Vorzug eines höheren Lebensstandards und qualitativ hochwertigerer Waren sowie Dienstleistungen. Berücksichtigen Sie bei der Nettolohnberechnung, dass bei Grenzgängern die Steuerbelastung höher ausfällt. Die Schweiz behält in diesem Fall eine Quellensteuer in Höhe von 4,5 Prozent ein. In der zusätzlich erforderlichen deutschen Steuererklärung geben Sie die Beträge in Schweizer Franken ein. Die vom Finanzamt vorgegebene Umrechnung orientiert sich am Wechselkurs. Dadurch ergibt sich für Sie ein gewisses Risiko: Ihre Steuer fällt höher aus, wenn der Schweizer Franken steigt.

Um in der Schweiz zu arbeiten, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Letztere erhalten Sie von den kantonalen Migrationsämtern. Diese differenzieren zwischen einer Kurzaufenthalts-, einer Aufenthalts- und einer Niederlassungsbewilligung. Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag kommt zunächst die Aufenthaltsbewilligung mit einer Gültigkeit von fünf Jahren infrage. EU-Bürger erhalten nach fünf Jahren eine Niederlassungsbewilligung mit uneingeschränkter Gültigkeit.

Fazit: Distanz zur Grenze als Entscheidungshilfe für Einwanderung in die Schweiz

Letztendlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie in der Schweiz arbeiten und wo Sie Ihren Lebensmittelpunkt sehen. Ihre Entscheidung zwischen Grenzgänger und Einwanderung in die Schweiz hängen von der Distanz des Arbeitsplatzes zur Grenze ab. Bei einem kurzen Fahrweg empfiehlt es sich, dass Sie täglich als Grenzgänger in die Schweiz pendeln. Sie beziehen ein hohes Einkommen, zahlen jedoch die deutschen Miet- und Warenpreise. Je länger die Fahrzeit ausfällt, desto mehr Geld wenden Sie für Kraftstoffe zum Betrieb Ihres Fahrzeugs auf. Bedenken Sie, dass Ihnen weniger Zeit für Freizeit und Familie zur Verfügung steht. Im Zweifel führen Sie eine Nettolohnberechnung für beide Varianten durch und entscheiden sich für die günstigere Alternative.

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