Lexikon & häufige Fragen

3-Säulen-System der Schweiz

Die allgemeine Altersvorsorge der Schweiz wird in drei sog. Säulen unterteilt. Dabei wird je nach Säule zwischen verpflichtender und freiwilliger Vorsorge unterschieden. Klicken Sie auf die einzelnen Säulen, um weiter Informationen zu erhalten.

Die erste Säule stellt eine obligatorische, also verpflichtende Versicherung für die ganze Bevölkerung dar. Sie dient der Existenzsicherung und der Vermeidung von Armut.

Dazu gehören u.a.:

  • Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)
  • Invalidenversicherung (IV)
  • Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV
  • Leistungen gemäss der Erwerbsersatzordnung (EO) bei Militärdienst, Zivilschutzdienst, Zivildienst oder Mutterschaft

Die zweite Säule sieht verschiedene Versicherungen für Berufstätige vor, bestehend aus:

  • obligatorische berufliche Vorsorge (siehe Pensionskasse)
  • überobligatorische berufliche Vorsorge (Zusatz von freiwilligen Zusatzleistungen für die berufliche Vorsorge)
  • obligatorische Unfallversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • freiwillige Zusatzversicherung zusätzlich zur obligatorischen Unfallversicherung (Arbeitgeber)
  • freiwillige Krankentaggeldversicherung (Arbeitgeber)

In der dritten Säule werden freiwillige und in der Regel steuerlich begünstigte private Vorsorgeversicherungen in Ergänzung zur 1. und 2. Säule abgebildet:

  • Gebundene Vorsorge (3a)
  • Freie Vorsorge (3b)

Lohnabzüge

Die folgenden Abzüge müssen Sie als Zuwanderer beachten:

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung steht für die Rentenversicherung der Schweiz. Sie sorgt für die finanzielle Absicherung des Existenzbedarfs.

Die Altersrente erhalten Frauen ab dem vollendeten 64. Altersjahr, Männer ab dem vollendeten 65. Altersjahr.

Es gibt auch die Möglichkeit, bereits vor dem jeweiligen Stichtag die Rente zu erhalten. Hierzug sind bestimmten Auflagen erforderlich, zudem erfolgt in der Regel eine Kürzung der Beträge.

Wird die Rente später als geplant in Anspruch genommen, wird ein Aufschlag gewährt.

Durch die Arbeitslosenversicherung wird das Einkommen der betroffenen Personen während Zeiten ohne Erwerb gesichert.

Der Arbeitgeber schließt in der Regel eine Krankentagegeldversicherung für den Arbeitnehmer ab um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu gewähleisten.

Der Arbeitgeber übernimmt die Betriebsunfallversicherung für den Arbeitnehmer, während der Arbeitnehmer die Nichtbetriebsunfallversicherung bezahlt.

Nach einer definierten Beitragsordnung der Pensionskasse werden monatlich Beiträge durch den Arbeitgeber vom Bruttolohn abgezogen. Bei ausbezahlten 13 Monatslöhnen jedoch nur 12 Mal.

Bei Arbeitnehmern unter 25 Jahren werden deutlich niedrigere Beiträge festgelegt, es werden lediglich Risiken für Invalidität und Tod abgedeckt.

lohncomputer.ch legt für seine Berechnungen folgende Prozentsätze zu Grunde:

  • 1,4%
  • 7%
  • 8%
  • 9%
  • 10%

(Quelle: www.sulzer.com)

Es gibt verschiedene Grundlagen zur Berechnung der Quellensteuer, welche in erster Linie vom Aufenthaltsstatus abhängig ist. Für Sie als Zuwanderer mit festem Wohnsitz in der Schweiz gilt folgende Regel:

Erwerbseinkünfte sowie an deren Stelle tretenden Ersatzeinkünfte sind steuerpflichtig. Die Quellensteuer ähnelt im Grundsatz der deutschen Lohnsteuer, unterscheidet sich aber insoweit von ihr, dass die Steuerbelastung definitiv ist. Diese Regelung kann je nach dem zu Minder- oder Mehrbelastungen im Gegensatz zu einer ordentlichen Veranlagung (wie z.B. wie in Deutschland) führen.

Grenzgänger

Grenzgänger sind Personen, die lediglich zum Arbeiten in die Schweiz einreisen, ihren Wohnsitz jedoch in einem anderen Land (z.B. Deutschland) haben.

Für sie gelten andere Steuersätze, z.B. bei der Berechnung der Quellensteuer. Hier werden pauschal 4,5% angesetzt, die in der Schweiz zu entrichten sind. Weitere Steuern fallen im Land des Wohnortes an.

Krankenkasse

Bitte lesen Sie hierzu in unserer Rubrik Krankenkasse.

Häufige Fragen (FAQ)

lohncomputer.ch errechnet das monatliche Gehalt für alle Angestellten. Für einzelne Personengruppen wie z.B. Beamte gelten u.U. andere Steuersätze.

lohncomputer.ch gilt nicht für Selbstständige.

Ja! Das ist sogar recht wahrscheinlich, da lohncomputer nicht alle Fälle berücksichtigen kann. In der Regel betragen die Abweichungen aber nicht wesentlich mehr als 100 CHF.

Für die Richtigkeit der Daten übernehmen wir keine Gewähr.

In der Schweiz werden im Vergleich zu Deutschland allgemein hohe Löhne und Gehälter gezahlt, was jedoch mit den ebenfalls hohen Lebenshaltungskosten zusammenhängt.

Der individuelle Lohn hängt immer sehr stark vom persönlichen Profil ab, Faktoren wie Ausbildung, Berufserfahrung und Spezialisierung sind ausschlaggebend.

Eine Übersicht einiger Löhne und Gehälter finden Sie in unserer Rubrik Löhne oder aber auf der Seite http://www.lohnanalyse.de/ch/loehne.html.

Für die Berechnung der Beiträge zur Pensionskasse legt lohncomputer folgende Prozentsätze zu Grunde:

  • 1,4%
  • 7%
  • 8%
  • 9%
  • 10%

Je nach Branche werden verschiedene Prozentsätze verwendet, die in der Regel jedoch nicht stark voneinander abweichen. Die auf lohncomputer verwendeten Sätze stammen nach der Vorgabe von www.sulzer.com.

Um das Ergebnis der Berechnung noch vergleichbarer zu machen, rechnen wir den CHF-Betrag gleichzeitig automatisch in EUR und US-Dollar um.

Grundlage der Umrechnung ist der aktuelle Kurs der Europäischen Zentralbank, welche tagesaktuell alle relevanten Kurse festlegt. Über eine Schnittstelle werden die Kurstabellen an lohncomputer übergeben.

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