Die Quellensteuer ist für viele Zuwanderer in die Schweiz zunächst unbekanntes Terrain. Sie wird direkt vom Bruttolohn einbehalten und vom Arbeitgeber an das kantonale Steueramt abgeführt. Wer seinen korrekten Tarif kennt und die Berechnung versteht, kann besser planen und unangenehme Überraschungen bei der Abrechnung vermeiden. Eine vollständige Übersicht finden Sie auf unserer Seite Quellensteuer Schweiz: dort stehen die Tarife aller 26 Kantone für 2026, ein durchgerechnetes Beispiel und der Weg zur Rückerstattung.
In der Schweiz unterliegen zwei Personengruppen der Quellensteuer: Erstens ausländische Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz, die noch keine Niederlassungsbewilligung C haben, vor allem mit Ausweis B oder L. Ausgenommen sind Verheiratete, deren Ehepartner Schweizer ist oder den Ausweis C besitzt. Zweitens Grenzgänger, also Personen, die in einem Nachbarland wie Deutschland, Frankreich oder Österreich wohnen und täglich in die Schweiz zur Arbeit pendeln. Für Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland ist die Quellensteuer nach dem Doppelbesteuerungsabkommen auf 4,5 % begrenzt; sie wird in Deutschland auf die Einkommensteuer angerechnet. Für Grenzgänger aus Frankreich, Italien oder Österreich gelten eigene Regeln je nach Abkommen und Kanton.
Die Höhe der Quellensteuer richtet sich nach mehreren persönlichen Faktoren. Entscheidend sind der Bruttolohn, der Familienstand (ledig, verheiratet, verwitwet etc.), die Kirchenmitgliedschaft sowie die Anzahl der Kinder. Auf Basis dieser Angaben wird dem Arbeitnehmer ein bestimmtes Tarifkürzel zugewiesen, zum Beispiel A0N für alleinstehend, ohne Kinder, ohne Kirchensteuer, oder C2Y für verheiratete Doppelverdiener mit zwei Kindern und Kirchensteuer. Der Buchstabe steht für die Tarifgruppe, die Ziffer für die Zahl der Kinder, der Endbuchstabe für die Kirchensteuer (Y mit, N ohne). Die kantonalen Steuerämter veröffentlichen jährlich aktualisierte Tariftabellen, in denen für jedes Kürzel und jede Einkommensstufe der genaue Steuersatz ausgewiesen wird.
Die Quellensteuer wird kantonal geregelt. Das bedeutet: Jeder Kanton hat seine eigene Tarifstruktur und eigene Steuersätze. Zwei Arbeitnehmer mit identischem Bruttogehalt können je nach Wohnkanton sehr unterschiedliche Quellensteuerbeträge zahlen. Das macht die Wohnortwahl auch aus steuerlicher Sicht relevant. Kantone wie Zug oder Schwyz haben deutlich niedrigere Quellensteuersätze als etwa Genf oder Basel. Es lohnt sich, die kantonalen Unterschiede vor dem Umzug zu vergleichen.
So viel Quellensteuer zieht der Arbeitgeber 2026 im Monat ab, für eine alleinstehende Person ohne Kinder und ohne Kirchensteuer (Tarif A0N), 35 Jahre. Ein Klick auf den Kanton öffnet den Rechner mit diesem Kanton. Für Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland gilt in allen Kantonen pauschal 4,5 Prozent.
| Kanton | 6'000 CHF Monatslohn | 8'000 CHF Monatslohn |
|---|---|---|
| Zürich | 407.40 CHF (6,79 %) | 692.80 CHF (8,66 %) |
| Bern | 715.80 CHF (11,93 %) | 1'116.00 CHF (13,95 %) |
| Luzern | 563.40 CHF (9,39 %) | 881.60 CHF (11,02 %) |
| Zug | 183.60 CHF (3,06 %) | 340.00 CHF (4,25 %) |
| Basel-Stadt | 635.40 CHF (10,59 %) | 1'044.80 CHF (13,06 %) |
| Aargau | 462.00 CHF (7,70 %) | 824.00 CHF (10,30 %) |
| Tessin | 606.00 CHF (10,10 %) | 1'024.00 CHF (12,80 %) |
| Genf | 592.20 CHF (9,87 %) | 1'035.20 CHF (12,94 %) |
| Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland, alle Kantone | 270.00 CHF (4,50 %) | 360.00 CHF (4,50 %) |
Quelle: Quellensteuertarife 2026 der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), gerechnet mit dem Rechner von lohncomputer.ch; Stand Oktober 2026. Mit Kirchensteuer (Tarif A0Y) liegt der Abzug in den meisten Kantonen etwas höher, Genf und Tessin haben keinen Kirchensteueranteil im Tarif. Alle 26 Kantone bei 5'000 und 8'000 Franken zeigt unser grosser Quellensteuervergleich.
Die manuelle Berechnung der Quellensteuer anhand von Tariftabellen ist aufwendig. Das Online-Tool auf lohncomputer.ch vereinfacht diesen Prozess erheblich: Sie geben Ihren Bruttolohn, den Kanton, den Familienstand und weitere relevante Angaben ein und erhalten sofort eine Berechnung des Nettolohns inklusive Quellensteuer und weiteren Sozialabgaben. So sehen Sie auf einen Blick, was netto von Ihrem Schweizer Gehalt übrig bleibt. Wichtig: Verwenden Sie immer die aktuellen Tariftabellen des jeweiligen Kantons, um genaue Ergebnisse zu erhalten.
| Personengruppe | Quellensteuerpflichtig? | Besonderheit |
|---|---|---|
| Einwanderer mit B-Ausweis | Ja | Kantonal, individueller Tarif (A0N, C2Y usw.) |
| Grenzgänger | Ja (Pauschale) | Wohnsitz Deutschland: höchstens 4,5 %, in Deutschland angerechnet |
| C-Ausweis Inhaber | Nein | Ordentliches Steuerverfahren wie Schweizer |
| Schweizer Staatsbürger | Nein | Jährliche Steuererklärung |
Unter den acht Kantonen der Tabelle oben in Zug: Eine alleinstehende Person ohne Kinder und ohne Kirchensteuer (Tarif A0N) zahlt dort 2026 bei 6'000 Franken Monatslohn 183.60 Franken Quellensteuer. Es folgen Zürich mit 407.40 und der Aargau mit 462.00 Franken; am meisten sind es in Bern mit 715.80 Franken, vor Basel-Stadt mit 635.40 Franken. Alle 26 Kantone zeigt der grosse Quellensteuervergleich.
Ja, deutlich: Bei 6'000 Franken Monatslohn sind es 2026 in Bern 715.80 Franken oder 11,93 Prozent, in Zürich 407.40 Franken oder 6,79 Prozent, jeweils für Alleinstehende ohne Kinder und ohne Kirchensteuer (Tarif A0N). Bei 8'000 Franken zahlt man in Bern 1'116.00, in Zürich 692.80 Franken. Wie Tarif und Rückforderung funktionieren, erklärt die Seite Quellensteuer Schweiz 2026; Ihren eigenen Betrag zeigt der Rechner für Bern.
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