Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Therapeuten aus Deutschland sind in Schweizer Spitälern gefragt. Was sie 2026 verdienen, hängt stark vom Beruf und vom Kanton ab, und bevor sie arbeiten dürfen, muss ihr Abschluss anerkannt sein: beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) für Pflege und Therapieberufe, bei der Medizinalberufekommission (MEBEKO) für Ärztinnen und Ärzte. Hier stehen die Löhne aus unseren Lohndaten, aus der Lohntabelle des Kantons Zürich und aus dem Gesamtarbeitsvertrag der Berner Spitäler, der Ablauf beider Anerkennungsverfahren mit den amtlichen Gebühren und Fristen, und was nach dem Umzug bei der Krankenversicherung zu tun ist.
Das Wichtigste im Überblick
Durchschnittliche Bruttolöhne pro Monat aus unseren Lohndaten, dazu die Einstiegslöhne aus der Lohntabelle des Kantons Zürich und dem Gesamtarbeitsvertrag der Berner Spitäler. Einen Median weisen unsere Lohndaten nicht aus; wo sie für Zürich und Bern auseinanderliegen, stehen beide Kantone nebeneinander.
| Beruf | Kanton Zürich | Kanton Bern | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Pflegefachfrau / Pflegefachmann | 5'745 CHF | 5'876 CHF | Einstieg HF: Kanton Zürich ab 6'019.25 CHF, GAV Bern mindestens 5'436.15 CHF, je 13 Mal |
| Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ (FaGe) | keine eigenen Daten | ab 4'631.95 CHF | GAV Bern, Einstieg, 13 Mal |
| Pflegehelfer/in SRK | 4'625 CHF | 4'608 CHF | Schweizer Durchschnitt 4'818 CHF |
| Assistenzarzt/-ärztin | 7'295 CHF | 7'238 CHF | Schweizer Durchschnitt 6'940 CHF |
| Oberarzt/-ärztin | 11'182 CHF | 13'610 CHF | Schweizer Durchschnitt 10'794 CHF |
| Chefarzt/-ärztin | keine belastbaren Daten | Siehe Frage unten | |
| Physiotherapeut/in | 5'747 CHF | keine Daten | Schweizer Durchschnitt 5'727 CHF |
| Ergotherapeut/in | 6'093 CHF | 5'761 CHF | Am höchsten im Tessin mit 6'688 CHF |
Weitere Berufe: Arzt/Ärztin, Zahnarzt, Tierarzt, Pflegeassistent, Pflegedienstleiter und Fachexperte Anästhesiepflege. Was davon netto bleibt, rechnet der Lohnrechner für Aufenthalter und der Nettolohnrechner für Grenzgänger mit deutscher Steuer.
In unseren Lohndaten verdienen Pflegefachpersonen im Kanton Bern mit durchschnittlich 5'876 Franken im Monat etwas mehr als im Kanton Zürich mit 5'745 Franken. Am höchsten liegt der Durchschnitt in Graubünden mit 6'428 Franken, dahinter folgen die Waadt und der Thurgau. Für Berufseinsteiger gibt es in beiden Kantonen feste Lohntabellen, die aber für unterschiedliche Arbeitgeber gelten. Der Gesamtarbeitsvertrag der Berner Spitäler und Kliniken schreibt ab dem 1. April 2026 für Pflegefachpersonen HF/FH mindestens 5'436.15 Franken vor, für Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit EFZ 4'631.95 Franken, jeweils 13 Mal im Jahr. Mit dem 13. Monatslohn entspricht das 70'670 beziehungsweise 60'215 Franken im Jahr. Der Kanton Zürich reiht Pflegefachpersonen mit Diplom HF in der Grundfunktion in Lohnklasse 14 ein, deren erste Lohnstufe 2026 bei 6'019.25 Franken im Monat liegt, 78'250 Franken im Jahr. Diese Tabelle gilt für das Personal des Kantons; das Universitätsspital Zürich reiht nach ihr ein, legt die Lohnentwicklung aber selbst fest.
Assistenzärztinnen und Assistenzärzte verdienen in unseren Lohndaten im Schweizer Schnitt 83'277 Franken im Jahr, rund 6'940 Franken im Monat; Zürich und Bern liegen mit 7'295 und 7'238 Franken fast gleichauf. Oberärztinnen und Oberärzte kommen im Schnitt auf 129'525 Franken im Jahr, mit einem deutlichen Unterschied zwischen Bern (13'610 Franken im Monat) und Zürich (11'182 Franken). Für Chefärztinnen und Chefärzte haben wir keine belastbaren Daten.
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten verdienen im Schnitt 68'727 Franken im Jahr, im Kanton Zürich 5'747 Franken im Monat. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sind im Tessin mit durchschnittlich 6'688 Franken im Monat am besten bezahlt, dahinter folgen Solothurn, Glarus und Freiburg mit je 6'423 Franken; in Zürich sind es 6'093, in Bern 5'761 Franken.
Ja, wenn Sie in einem reglementierten Gesundheitsberuf arbeiten. Das SRK formuliert es so: Wer in der Schweiz in einem reglementierten Gesundheitsberuf arbeiten möchte, muss sein Diplom anerkennen lassen. Welche Stelle zuständig ist, hängt vom Beruf ab. Ob Ihr Beruf dazugehört, zeigt die Plattform anerkennung.swiss.
| SRK | MEBEKO | |
|---|---|---|
| Zuständig für | Pflege, Fachfrau/Fachmann Gesundheit, Hebamme, Physiotherapie, Ergotherapie, Rettungssanität, Operationstechnik und weitere nichtuniversitäre Gesundheitsberufe | Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin und Pharmazie: Diplome (Ressort Ausbildung) und Facharzttitel (Ressort Weiterbildung) |
| Ablauf | Online-PreCheck, danach Anerkennungsgesuch mit Unterlagen; bei Bedarf Ausgleichsmassnahmen | Antragsformular mit Beilagen, nur per Briefpost; nach der Prüfung Gebührenrechnung, dann Verfügung und Eintrag im Medizinalberuferegister (MedReg) |
| Unterlagen | Bescheinigung der Berufsberechtigung (CCPS oder Letter of Good Standing) aus dem Land der letzten Tätigkeit, höchstens drei Monate alt; die weiteren Unterlagen nennt das SRK mit dem Gesuch | Beglaubigte Kopien von Pass oder Identitätskarte und Diplom, Lebenslauf, bei Bedarf Übersetzung; für deutsche Diplome das Zeugnis über die Ärztliche Prüfung, nicht die Approbationsurkunde |
| Dauer | PreCheck höchstens vier Wochen, erster Entscheid höchstens vier Monate nach vollständigem Gesuch | Diplom derzeit drei bis sechs Monate, Weiterbildungstitel derzeit bis zu fünf Monate |
| Gebühr | 550 CHF für Pflege und Geburtshilfe nach Anhang V der EU-Richtlinie 2005/36/EG, sonst 930 CHF oder 1'000 CHF mit Ausgleichsmassnahmen; je nach Beruf 130 CHF für das Gesundheitsberuferegister | 800 bis 1'000 CHF je Diplom oder Titel, dazu 50 bis 100 CHF je Spracheintrag |
| Sprache | Deutsch, Französisch oder Italienisch B2 | B2-Zertifikat (höchstens sechs Jahre alt), Ausbildung in der Sprache oder drei Jahre Berufserfahrung in der Sprache innerhalb von zehn Jahren |
Das Verfahren beginnt mit dem PreCheck auf precheck.ch. Innerhalb von höchstens vier Wochen erhalten Sie ein Resultat und die Anweisung, wie Sie das eigentliche Gesuch einreichen. Gestartet wird das Anerkennungsverfahren, sobald alle Unterlagen vorliegen und die Rechnung bezahlt ist; der erste Entscheid folgt dann spätestens nach vier Monaten. Er kann direkt die Anerkennung sein oder Ausgleichsmassnahmen verlangen; deren Kosten stellen die Anbieter zusätzlich in Rechnung. Steht Ihr Pflege- oder Hebammenabschluss in Anhang V der EU-Richtlinie 2005/36/EG, kostet das Verfahren 550 Franken; das sehen Sie im PreCheck.
Ein Arztdiplom aus einem Staat der EU oder EFTA wird von der MEBEKO direkt anerkannt, wenn es der Bezeichnung in der EU-Richtlinie entspricht. Das Gesuch geht mit den beglaubigten Unterlagen per Post an die MEBEKO; für Diplome aus Deutschland braucht es keine Konformitätsbescheinigung. Erst mit der Anerkennung und dem Eintrag im Medizinalberuferegister MedReg dürfen Sie in der Schweiz ärztlich tätig sein. Wer in eigener fachlicher Verantwortung arbeiten will, braucht zusätzlich eine Bewilligung des Kantons.
Wer in die Schweiz zieht, muss sich innert drei Monaten nach dem Zuzug in der Grundversicherung versichern. Grenzgängerinnen und Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland können stattdessen innert drei Monaten nach Arbeitsbeginn wählen, ob sie sich in der Schweiz oder in Deutschland versichern.
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Welche Aufenthaltsbewilligung Sie für die Stelle brauchen, erklärt der Ratgeber Aufenthaltsbewilligung Schweiz, für Grenzgänger die Seite Grenzgängerbewilligung G.
Eine Pflegefachfrau verdient 2026 im Kanton Zürich im Durchschnitt 5'745 Franken brutto im Monat, im Kanton Bern 5'876 Franken, laut unseren Lohndaten. Bern liegt damit knapp vorn und hat zusätzlich einen verbindlichen Mindestlohn: Der Gesamtarbeitsvertrag der Berner Spitäler schreibt Einsteigern mit Diplom HF/FH seit April 2026 mindestens 5'436.15 Franken vor, 13 Mal im Jahr. Am meisten zahlt in unseren Daten Graubünden mit 6'428 Franken.
Beim Kanton Zürich beginnen Pflegefachpersonen mit Diplom HF 2026 in Lohnklasse 14 mit 6'019.25 Franken brutto im Monat, 13 Mal im Jahr, also 78'250 Franken. Das ist die erste Lohnstufe der kantonalen Lohntabelle; wer die Anforderungen an Ausbildung oder Erfahrung noch nicht ganz erfüllt, kann in einer tieferen Anlaufstufe beginnen. Die Tabelle gilt für das Personal des Kantons, das Universitätsspital reiht nach ihr ein. Über alle Arbeitgeber im Kanton ergeben unsere Lohndaten einen Durchschnitt von 5'745 Franken. Was nach Abzügen bleibt, rechnet der Lohnrechner aus, für Grenzgänger der Nettolohnrechner mit deutscher Steuer.
Für Chefärztinnen und Chefärzte haben wir 2026 keinen belastbaren Durchschnitt, weil unsere Lohndaten diese Funktion nicht getrennt ausweisen. Zum Vergleich: Oberärzte verdienen im Schnitt 129'525 Franken im Jahr, in Bern 13'610 Franken im Monat, Ärztinnen und Ärzte insgesamt 132'700 Franken. Chefärzte stehen in der Hierarchie über den Oberärzten.
In unseren Lohndaten 2026 liegen Ärztinnen und Ärzte mit durchschnittlich 132'700 Franken im Jahr vorn, knapp vor den Oberärzten mit 129'525 Franken. Dahinter folgen Zahnärzte mit 106'050, Pflegedienstleiter mit 103'900 und Fachexperten Anästhesiepflege mit 94'500 Franken. Assistenzärzte kommen auf 83'277 Franken, Physiotherapeuten auf 68'727 Franken. Für Chefärzte fehlen belastbare Zahlen.
Ja, wenn Sie in einem reglementierten Gesundheitsberuf wie Pflege, Fachfrau Gesundheit, Hebamme, Physio- oder Ergotherapie arbeiten wollen: Dann muss Ihr ausländisches Diplom beim SRK anerkannt sein. Das Verfahren kostet 2026 550 bis 1'000 Franken, je nach Beruf plus 130 Franken für das Gesundheitsberuferegister. Nach dem PreCheck, der höchstens vier Wochen dauert, folgt der erste Entscheid spätestens vier Monate nach dem vollständigen Gesuch. Verlangt wird Deutsch, Französisch oder Italienisch auf Niveau B2.
Für die direkte Anerkennung eines Arztdiploms aus der EU verlangt die MEBEKO 2026 das unterschriebene Antragsformular, einen Lebenslauf und beglaubigte Kopien von Pass oder Identitätskarte und Diplom, bei Bedarf mit Übersetzung. Aus Deutschland ist das das Zeugnis über die Ärztliche Prüfung, nicht die Approbationsurkunde; eine Konformitätsbescheinigung braucht es nicht. Dazu kommt ein Sprachnachweis, etwa ein B2-Zertifikat. Die Gebühr beträgt 800 bis 1'000 Franken, das Gesuch geht per Post.
Mit der Anerkennung Ihres deutschen Abschlusses beim SRK: Sie starten den PreCheck, reichen danach das Gesuch mit der Bescheinigung Ihrer Berufsberechtigung ein, die höchstens drei Monate alt sein darf, Das SRK verlangt Sprachkenntnisse auf Niveau B2; ob Ihr deutscher Abschluss dafür als Nachweis genügt, klären Sie am besten im PreCheck. Steht Ihr Pflegeabschluss in Anhang V der EU-Richtlinie, kostet das 2026 550 Franken. Der erste Entscheid kommt spätestens vier Monate nach dem vollständigen Gesuch. Mit der Anerkennung können Sie sich auf Stellen bewerben; die Aufenthaltsbewilligung folgt dem Arbeitsvertrag.
Den Facharzttitel lassen Sie separat vom Arztdiplom bei der MEBEKO, Ressort Weiterbildung, anerkennen, mit eigenem Antragsformular und eigener Gebühr von 800 bis 1'000 Franken. Voraussetzung ist, dass die MEBEKO Ihr Arztdiplom bereits anerkannt hat; für die Humanmedizin gehört ein Zusatzformular dazu, und für mehrere Titel wird die Gebühr je Antrag erhoben. Die Bearbeitung dauert 2026 derzeit bis zu fünf Monate. Nach Zahlung der Gebühr erhalten Sie die Verfügung, und der Titel wird im Medizinalberuferegister MedReg eingetragen.
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